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Sonntag, 29. Sep. 2013

Leviten statt Messe gelesen (Die Glosse am Sonntag)

 
Vor zehn Jahren hatten sich Rumäniens Politiker wohl komplett frustriert gefühlt, als ein Großteil der Bevölkerung Rumäniens auf dem Land wohnte. So entschied man sich dafür, mancher Gemeinde die Stadtrechterklärung zu verleihen. Viele Bürger lebten plötzlich administrativ in der Stadt, vom Lebensniveau hat sich bis heute nur geringfügig was geändert: Dorf ist eben Dorf. Nicht zuletzt waren höhere Gebühren und schärfere Regeln angesagt. In Kleinstädten wünschte man sich den Dorfstatus zurück, da das Stadtrecht es sogar verbot, Haustiere nach arhaischem Brauch auf der Straße zu züchten.

Mit der neuen Verwaltungreform und der geplanten Neueinteilung des Landes in Regionen sollen nun gewaltige Abstriche in Sachen Städte gemacht werden. Minimum 25.000 Bürger sollen notwendig sein, um als Stadt dazustehen. Aber auch wirtschaftliche Leistungen gelten als Kriterium. Bessere Möglichkeiten, im kommenden EU-Haushaltsplan Gelder für den ländlichen Raum heranzuziehen, versprechen sich die Gesetzesinitiatoren.

Würde die Initiative umgesetzt, bliebe in vielen Verwaltungskreisen nur noch die Kreishauptstadt mit Stadtrecht. In den drei Banater Verwaltungskreisen erfüllen nur noch Timisoara, Arad, Reschitza und Lugoj das Kriterium der Bevölkerungszahl. Doch was mit dem wirtschaftlichen Kriterium, sollte dies - wie vermutet - ebenfalls in Waagschale fallen? Aber nicht zuletzt gibt es da die Reformskeptiker, die glauben, entweder kurzfrisig oder erst nach 2020 soll die Verwaltungsreform umgesezt werden. Also auch zunächst keine Sorge um den Job im Bürgermeisteramt einer Kleinstadt, die möglicherweise den Gemeindestatus annehmen müsste.
Siegfried Thiel
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