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Dienstag, 25. Jun. 2013

Duale Bildung in Timisoara - Nach Bewährungsjahr kommen neue Schulen und Betriebe hinzu

 
Die Unternehmen brauchen gut ausgebildete Facharbeiter, die Berufsschulen in Timisoara kommen den Erwartungen aus der Wirtschaft immer mehr entgegen. Den Anfang hatte das Ferdinand-Kolleg im vergangenen Herbst gemacht, nun hält die duale Ausbildung verstärkt Einzug in Berufsschulen. Drei neue Klassen werden das praxisbezogene System ab kommendem Herbst in Timisoara anwenden, um Absolventen der 9. Klasse in weiteren zwei Jahren zu Elektrikern, Elektromechanikern und Verwaltungsfachleuten auszubilden. Aufgrund der positiven Erfahrung am Ferdinand-Kolleg lassen die am Projekt beteiligten Unternehmen in derselben Bildungseinrichtung ab Herbst zwei neue Anfängerklassen folgen, eine weitere Klasse wird es am Ion I.C. Bratianu-Kolleg geben. Der Ausbildungsbetrieb bietet über die soziale Komponente Betriebsstipendien und nach erfolgreichem Abschluss einen Arbeitsplatz. Interessenten aus allen Schulen können sich dazu melden.

Die Unternehmen aus dem Deutschsprachigen Wirtschaftsclub Banat - als Initiator des Unterfangens - blicken auf ein insgesamt gutes Pilot-Projekt-Jahr zurück. Das Ferdinand-Kolleg, in Zusammenarbeit mit den vor Ort vertretenen drei Sparten des Continental-Konzerns, hatte 2012 eine Vorreiterrolle übernommen und sich der Herausforderung gestellt, in Premiere für Temeswar eine Berufsschulklasse im dualen Bildungssystem - nach dem deutschen bzw. österreichischem Modell - zu gründen. 17 Eleven hatten im vergangenen Herbst den Unterricht nach neuem Modell begonnen und werden nun ab September in ihr zweites Ausbildungsjahr gehen. "Schwänzen ist an dieser Klasse tabu", schwärmt die Schulleiterin Patricia Pisano. Christian von Albrichsfeld, Vizepräsident des Wirtschaftsclubs mit Sitz in Temeswar hatte zu Jahresbeginn gesagt, man habe eine Bildungseinrichtung gefunden, der man "das System nicht aufzudrängen brauchte."

Zehn Groß- und Mittelstandsbetriebe aus dem deutschsprachigen Raum haben sich nun dem Projekt angeschlossen, um den Fachkräftemangel zu beheben. Weitere werden erwartet, denn "wir wollen so viele Unternehmen wie möglich mit einbeziehen", sagt Peter Hochmuth, Präsident des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Banat, der mit dieser Ausbildung für Facharbeiter Vorteile sieht, "für die Unternehmen, für die Jugendlichen und für die gesamte Region."

Etwa 130 Schüler aus elf Schulen waren dabei, als der Deutschsprachige Wirtschaftsclub zum Tag der Zünfte in Temeswar auch eine Begegnung von Unternehmern, derzeitigen und auch potentiellen Schülern organisierte. Organisatorische Aufgaben hatten Schüler des Lyzeums für Lebensmittelindustrie übernommen.

Kontaktperson:
Peter Hochmuth, Präsident des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Banat
(0743145484)



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