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Sonntag, 23. Jun. 2013

Merkel - Ponta: Keine Eiszeit

 
Vier Minuten mit Merkel - gerade mal so viel Gesprächszeit habe Deutschlands Bundeskanzlerin der rumänischen Delegation gewährt, die unter der Leitung von Ministerpräsident Victor Ponta vor Kurzem auf einem offiziellen Besuch in Berlin weilte. Solche Informationen aus den rumänischen Medien wiederlegte der Abgeordnete des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), Ovidiu Gant, der zur Delegation gehörte. In den vergangenen Jahren hatte Ovidiu Gant bereits zusammen mit dem Staatspräsidenten und mit ehemaligen Premierministern die Bundeskanzlerin getroffen. Nach den Ereignissen auf hoher politischer Ebene aus dem letzten Jahr befürchtete Gant diesmal jedoch eher eine kühle Atmosphäre.

Die Bedenken von Ovidiu Gant waren auch dann noch nicht restlos beseitigt, als Kanzlerin Angela Merkel den Premier Victor Ponta "äußerst freundlich begrüßte", denn er fragte sich, ob das nicht "nur Protokoll für die Presse war?" Die Kanzlerin sagte dem Abgeordneten des DFDR, dass sie über die deutsche Minderheit bestens informiert sei, dank dem Beauftragten der Bundesregierung für die deutschen Minderheiten, Christoph Bergner. "Wollte sie nur nett zu mir sein?", blieben die Zweifel bei Ovidiu Gant bestehen. Schon im ersten Satz bei der Pressekonferenz gab sie jedoch der Presse und dadurch der gesamten Öffentlichkeit bekannt, wie sehr sie sich für die deutsche Minderheit interessiert, indem sie sich beim rumänischen Premier dafür bedankte, dass er den Vertreter der deutschen Minderheit in seine Delegation aufgenommen hatte.

Das Gespräch zwischen den beiden Seiten sollte termingemäß eine Stunde lang dauern, letztendlich dauerte es eineinhalb Stunden. "Es verlief äußerst freundlich und locker. Dabei wurden jedoch sehr wichtige Themen der rumänischen und europäischen Politik angesprochen, wobei natürlich die bilateralen Beziehungen im Mittelpunkt standen," schildert Ovidiu Gant den Ablauf des Treffens. Und er setzt fort: "Ab und zu ergänzten Außenminister Titus Corlățean und ich die Erläuterungen von Victor Ponta. Die Kanzlerin wollte wissen, wie es der deutschen Minderheit geht, verlangte aber auch meine Meinung zu anderen Themen. Ich nutzte die Gelegenheit, um mich bei den beiden Regierungen für die uns gewährte Unterstützung zu bedanken, expressis verbis für den Einsatz des Beauftragten der Bundesregierung für die deutschen Minderheiten, Dr. Christoph Bergner, und habe die Einladung an die Bundeskanzlerin, Hermannstadt/Sibiu zu besuchen, erneuert. Sie hat darauf positiv reagiert." Und als Fazit: "Wir verabschiedeten uns in bester Stimmung. Ich bin zufrieden. Die bilaterale Beziehung sieht im Moment sehr gut aus."

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