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Sonntag, 28. Apr. 2013

Leviten statt Messe gelesen (Die Glosse am Sonntag)

 
Es wird immer zentralistischer in Rumäniens Behörden. Oft schon banale Anfagen, die beispielsweise mit Gesetzgebung zu tun haben und deshalb öffentlich sind, brauchen eine "Bearbeitungszeit" - und die kann Wochen dauern. Wohl geht man davon aus, dass eine Antwort bei Behörden innerhalb von 30 Tagen Pflicht ist. Dabei weiß der Antragsteller gar nicht, ob ihm wirklich zufriedenstellend geantwortet wird. Man muss ja damit rechnen, dass der Beantworter lapidar und nichtssagend antwortet. Nicht selten wird nahezu ausschließlich ein Gesetzesparagraph als Anwort geschickt - die beide Seiten u.U. nicht restlos interpretieren können.

Mit solchen Situationen werden auch Medien konfrontiert. In einer schnelllebigen Pressewelt erhält ein Journalist ein Thema zur Bearbeitung oder hat eine Idee. Auf eine Anfrage bei Behörden muss er jedoch eine Woche oder länger warten. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass vor zehn Jahren eine wohl deulich komplexere Nachfrage in manch einer staatlichen Einrichtung viel schneller gelöst wurde - wohl auch deshalb, weil ein regionaler Behördenleiter manche Antwort selbst vor Ort geben durfte.

Heute werden schon recht einfache Fragen erst nach Genehmigung von "oben" beantwortet. Wenn nun unter solchen Umständen ein Journalist spekuliert, weniger befugte Personen zu einer Antwort überredet, oder sich ganz einfach was zusammenreimt, sollte nicht allein die Schuld bei den Medien gesucht werden.

PS: Warum ich keine Behörde speziell nenne? Weil es mittlerweile viele regionale und lokale Einrichtungen gibt, die jede Kleinigkeit in langwierigen Verfahren in ihrer Bukarester Zentrale aufarbeiten lassen müssen.

Alex Dina
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