zoro.ro - logo
Rumänien Online Kurier
Aktuelles aus Wirtschaft, Politik und Kultur
 
 
Copyright Impressum Kontakt
 
   
Nachrichten:

Sonntag, 23. Dez. 2012

Leviten statt Messe gelesen (Die Glosse am Sonntag)

 
Die Weissagung einer Apokalypse bringt Geld. Das Jahr 2.000, dann doch der 1. Januar 2.001 und nicht zuletzt der Maya-Kalender, der angeblich am 21. Dezember enden und auch den Weltuntergang mit sich bringen sollte, waren Anlass, Filme zu drehen, Bücher zu schreiben oder gar Weltuntergangsfernsehen zu gründen. Nun ist auch dieser 21. Dezember 2012 vergangen - überall auf dem Globus. Auch die Leichtgläubigen wurden eines Besseren belehrt. Apokalypsen sind eben keine Momentaufnahmen, sondern sie ziehen durch das gesamte Leben und haben eher individuelle Dimensionen. Auf Rumänien bezogen: Da gehen Politiker-Karrieren zu Grunde, die Geschäftswelt besucht manche ihrer lange Zeit dominanten Figuren im Gefängnis und die halbe rumänische Fußballiga liegt im Finanzchaos. Weltuntergangsstimmung auch wegen weiter steigenden Preisen, vor den Prophezeihungen neuer Wirtschaftseinbrüche und Rezession.

Sicher wird der ein oder andere aufgeatmet haben nach dem 21. Dezember. Warum nur schwarz sehen? Die Politiker, die gerade erst an die Macht gekommen sind, versprechen jährliches Wirtschaftswachstum, sogar der Staatschef ist mit dem Regierungschef auf einer - vielleicht bloß zur Schau gestellten - gleichen Wellenlänge und der Rumäne ist trotz steigender Preise, gleichbleibender Einkommen und angesagt höherer Steuern im Kaufrausch. Das Wichtigste ist eben gerettet - das Leben.

Doch was, wenn nun die Maya mit ihrem Kalender nicht nach dem Gregorianischen, sondern nach dem Iulianischen Kalender gerechnet haben? Dann müsste der Weltuntergang vertagt werden, auf den 3. Januar, also 13 Tage nach dem 21. Dezember. Warum das wohl niemand ausgeschlachtet hat? In der kurzem Zeit blieb wohl den Misepetern keine Zeit zu einer neuen Hysteriebotschaft. So darf die Welt mit all ihren Sorgen feiern: Weihnachten, Silvester und es knallen lassen. Das Leben ist ohnehin meist genauso schön, wie man es sich selber macht.
Druckversion
Nachgefragt:
Deutsche Delegierte: Am Rande eines Festivals notiert...
Nachgefragt zu: Johannis-Wahl
Nachgefragt zu: Arbeitsmarkt braucht Qualifizierte
Nachgefragt zu: Mediziner-Exodus nach Deutschland
mehr aus der Rubrik
Wirtschaft:
Österreichische Wirtschaft: großes Wachstumspotential in Rumänien. Wunsch nach besserer
Mehr Investition, höhere Löhne
2015: Mehr Existenzgründungen
IKEA baut
mehr aus der Rubrik
Auto und Verkehr:
Rumäniens Straßen mit vielen Schrottkisten
Fast 100 km Autobahn
Regierung streicht Umgehungsstraße für Timisoara
PkW-Markt legte zu
mehr aus der Rubrik
Rechtliches:
Verträge und entsprechende Zuschüsse zur Mitarbeiterbindung
Irreführende und vergleichende Werbung
Erneuerbare Energien - Erhalt von Betriebsaufnahmegenehmigungen erschwert
Arbeitsrecht: Gerichte dürfen Disziplinarmaßnahmen ersetzen
mehr aus der Rubrik