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Sonntag, 15. Jul. 2012

Leviten statt Messe gelesen. (Die Glosse am Sonntag)

 
Krank sein wird langsam zum Luxus: Da sollen Arbeitgeber nach neuestem Projekt bis zum Dreifachen des derzeitigen Beitrags an die Krankenkasse abgeben; parallel dazu müssen Patienten bereits eine Praxisgebühr entrichten. In absehbarer Zeit wird der Wohlstand der Bürger Rumäniens nicht mehr an ihrer Villa, dem Bankkonto, oder dem Sportwagen gemessen, sondern an der Häufigkeit, mit der er sich einen Arztbesuch leisten kann.

Das Projekt des Gesundheitsministeriums sieht u.a. vor, dass der Beitrag der Arbeitgeber an die Krankenkasse nicht mehr nach dem Lohn des Angestellten sondern nach dem durchschnittlichen Bruttolohn in Rumänien berechnet werden soll. Dabei liegen weitaus mehr Arbeitnehmer unter dem Durchschnitt als darüber. Nicht zuletzt hatte es irgendwann Mal ein Versprechen auf Regierungsebene gegeben, dass die Sozialabgaben reduziert und der finanzielle Druck auf die Firmen gesenkt wird. Seither sind jedoch Monate und Regierungen vorbeigezogen und schuld sind ohnehin die Firmen selbst, weil sie keine Strategien für immer neue Steuerlasten erarbeiten.

Bisher hat noch kein einziger Verantwortungsträger ein Wort über künftig bessere Krankenversorgung fallen lassen, über ausreichend Medikamente und Verschleißmaterial, über genießbares Essen im Spital. Einigen Ärzten und Krankenschwestern wird es jedoch schon bald besser gehen - jenen die gerade dabei sind, einen Arbeitsvertrag im Ausland anzunehmen.
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