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Freitag, 01. Jun. 2012

Nachgefragt zu: Kinderarmut in Rumänien

 
Zwei Studien über Kinderarmut in Rumänien haben zuletzt für Aufsehen gesorgt. Eine wurde von UNICEF verfasst, die andere von World Vision Romania. Die Nachrichten erschienen am 29. bzw. 31. Mai im Rumänien Online Kurier. Heute, am 1. Juni befragen wir Mechtild Gollnick, Rumänienvertreterin des Vereins "Hilfe für Kinder", der sich seit Jahren für Kinder in Not im Verwaltungskreis Timis einsetzt. Die Spenden kommen aus dem westeuropäischen Ausland, vor allem aus Deutschland und Holland. Mechtild Gollnick sagt:

"Meiner Erfahrung nach sind viele Familien bitter arm, vor allem
kinderreiche Familien (das sind vor allem Romafamilien oder Baptisten
bzw. Pfingstler) und Familien in abgelegenen Dörfern (meine Erfahrung
bezieht sich auf die Dörfer Teremia Mica und Bencecu de Jos), in denen
die Eltern keine feste Arbeit haben (keine Arbeitsplätze in der
Umgebung, Eltern ohne genügende Schulbildung).

In zwei Punkten habe ich andere Erfahrungen als in dem Text vom 31.5.2012:

Mir sind keine Kinder bekannt, die zu Hause zu viel arbeiten müssen und wegen wirtschaftlicher Verpflichtungen in der Schule fehlen (sie fehlen eher, weil die Eltern sie nicht konsequent in die Schule schicken).

Ich kenne viele bitter arme Familien mit vielen Kindern (z.B. 6 - 10 Kindern), vor allem in abgelegenen Dörfern. Ein Grund dafür scheint mir zu sein, dass sie über Verhütungsmethoden nicht ausreichend aufgeklärt sind und / oder sich nicht klar darüber sind, welche Anstrengungen, auch finanzieller Art, nötig sind, um die Kinder groß zu ziehen. Leider sind das auch meist Familien, die ihre Kinder wenig fördern. Das hat zur Konsequenz, dass ihre Kinder wenig lernen, keinen qualifizierten Schulabschluss erhalten und danach wenig Aussicht auf eine gute Arbeitsstelle haben. Das heißt, dass sich die prekäre Lebenssituation in der nächsten Generation fortsetzt."
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