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Donnerstag, 29. Mär. 2012

Nachgefragt zu: Tief bei Direktinvestitionen

 
Die ausländischen Direktinvestitionen in Rumänien befinden sich seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise auf einer schier endlosen Talfahrt. Nur 23 Millionen Euro wurden im Januar 2012 in Rumänien von Bürgern investiert, die ihren Wohnsitz im Ausland haben. Das ist eine herber Rückgang gegenüber Janur 2011, als 376 Millionen Euro ausländisches Kapital nach Rumänien flossen. Dabei erreichten die Direktinvestitionen im vergangenen Jahr mit ihren nur 1,9 Milliarden Euro den Tiefststand der letzten neun Jahre. Zu diesem Thema fragte der Rumänien Online Kurier bei Christian von Albrichsfeld, Entwicklungsleiter der Continental Automotive Romania, nach.

Christian von Albrichsfeld: "Der Rückgang der Direktinvestitionen in Rumänien ist vor allem bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Lage der Unternehmen im Rahmen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise und somit kein typisch rumänisches Problem. Zur Risikominimierung haben die Unternehmen ihre Investitionstätigkeit insgesamt gesenkt, insbesondere in Regionen, in denen sie ein höheres Investitionsrisiko sehen, wozu auch Osteuropa zählt. Nichtsdestotrotz kann Rumänien seine Attraktivität als Investitionsstandort gegenüber anderen Ländern erhöhen, indem weiterhin durch Haushaltsdisziplin eine stabile Fiskalpolitik verfolgt wird, die Verkehrsinfrastruktur weiter gefördert wird (Autobahnbau von der Westgrenze nach Zentralrumänien), und die Verfügbarkeit von geeigneten Arbeitskräften auf Universitätsniveau wie auch als Facharbeiter sichergestellt wird. Kurzfristig hilft besonders eine direkte finanzielle Förderung von Direktinvestitionen und unbürokratische und schnelle Genehmigung entsprechender Anträge".
(...)
"Für Continental ist Rumänien ein strategisch wichtiger Standort. In den letzten zwölf Jahren haben wir hierzulande 575 Mio. Euro investiert und wollen weiterhin unsere Aktivitäten ausbauen. Dieses haben wir durch Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) mit der rumänischen Regierung im Oktober letzten Jahres manifestiert, in dem wir unsere Absicht dargelegt haben, bei entsprechender Unterstützung der Regierung weitere 2000 Arbeitsplätze in verschiedenen Standorten zu schaffen".
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