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Freitag, 02. Mär. 2012

Aktuell: Praxisrelevanter Streit um die Rentenversicherung von Geschäftsführern

 
In den letzten Wochen ist es hinsichtlich des vom Geschäftsführer
geschuldeten Rentenversicherungsbeitrags zu einem Meinungsstreit der
zuständigen Behörden (Finanzamt und Rentenversicherungsträger) gekommen.

Kernpunkt ist die anwendbare Gesetzgebung: derzeit widersprechen sich
Steuergesetzbuch und Rentengesetz. Für die Vergütung eines
Geschäftsführers hat das erhebliche praktische Konsequenzen.

Laut bislang unstrittig anzuwendender Rechtslage (Rentengesetz) sind
Personen, die Einkünfte in gewisser Höhe ausschließlich aufgrund eines
Geschäftsführerverhältnisses erzielen, persönlich zur Bezahlung des
gesamten Rentenversicherungsbeitrages in Höhe von 31,3 Prozent verpflichtet.

Anders als bei einem Arbeitnehmer wird der Beitrag nicht in einen
eigenen und einen Arbeitgeberanteil aufgeteilt; allerdings wird er
berechnet auf das versicherte Einkommen, dessen Höhe der
Geschäftsführer mit der Rentenversicherungserklärung selbst bestimmen
kann.

Nach den jüngsten Änderungen des Steuergesetzbuches zu den
Sozialversicherungsbeiträgen ergibt sich hieraus nun, dass der
Rentenversicherungsbeitrag wie bei Arbeitnehmern in zwei Anteile
aufgeteilt, auf die volle Höhe des Bruttoeinkommens berechnet und
durch die Gesellschaft einbehalten und abgeführt wird.

Diese Widersprüche in Theorie und Praxis sorgen bei Geschäftsführern
und Unternehmen für massive Rechtsunsicherheit und beeinflussen direkt
die monatliche Lohnbuchhaltung. Sollte sich die Ansicht der
Finanzämter durchsetzen, könnte es sogar dazu kommen, dass
Geschäftsführerverträge infolge der sich ändernden Netto- bzw.
Bruttobeträge überarbeitet werden müssen.

Eine verbindliche Antwort der Behörden steht noch aus.

Ein Beitrag von Dr. Gisbert Stalfort, Rechtsanwalt,
Managing Partner

STALFORT Legal. Tax. Audit.
Bukarest - Sibiu - Bistrita - Berlin

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