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Donnerstag, 10. Feb. 2011

Bestechungsskandal, Bauernopfer und der entlassene Zollchef

 
Schmuggel unter Beihilfe von Grenzpolizisten und Zöllnern, Bestechung um Ämter zu bekleiden und mögliche Parteispenden aus Schmiergeldern - so die Fakten bzw. Spekulationen, die derzeit landesweit die Runde machen. Wir berichteten in den vergangenen Tagen über großangelegten Schmuggel - vor allem mit Zigaretten - an den Grenzübergängen bei Siret, Naidas und Moravita. In eine Bestechungsaffäre, die mit der Chef-Ernennung am Grenzübergang bei Halmeu (Verwaltungskreis Satu Mare) zu tun hat, ist scheinbar auch der bisherige Leiter der rumänischen Zollbehörde, Radu Traian Marginean, verwickelt. Gestern beschloss der rumänische Premierminister Emil Boc die Entlassung des Zollchefs. Die Gewerkschaft der Polizisten Pro Lex hatte vor zwei Tagen noch vermutet, die nun Verhafteten seien bloß "Bauernopfer". Staatschef Traian Basescu hingegen will bereits seit Sommer 2010 von großangelegtem Schmuggel und unter Aufsicht von Polizei und Zöllner vom rumänischen Informationsdienst SRI erfahren haben.

Nach Verhören von etwa 140 Zöllnern und Grenzpolizisten von den südwestrumänischen Grenzübergängen bei Naidas und Moravita befinden sich derzeitigen Informationen nach bereits mehr als 80 in Untersuchungshaft. Einige Tausend Euro pro Schicht teilten die Zöllner und Grenzpolizisten unter sich auf - Schmuggler bestachen im großen Stil. Wer wenig zu bieten hatte, gegen den zeigten sich - so Aufzeichnungen - die Beamten am Grenzübergang wenig zimperlich. Der Chef der Grenzpolizei in Naidas hatte seine Untergeordneten kurz vor den Razzien gewarnt, den Schmuggel für einige Zeit einzustellen.
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