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Freitag, 28. Jan. 2011

Europäische Wirtschaft: Pessimistische Perspektiven (Gastkommentar)

 
"Sic transit gloria mundi" ("So vergeht der Ruhm der Welt")

In der letzten Wertung des IWF betreffend BIP gerechnet als KKP (Kaufskraftparität) belegt China einen "komfortablen" 2.Platz: China erreicht in dieser Wertung in etwa 70 Prozent des amerikanischen BIP (14,6 Trillionen Dollar in den USA und 10,1 Trillionen in China). Niemand anderes hat es geschafft, den USA in den letzten sechs Jahrzehnten so nahe zu rücken. Offensichtlich, wird China hier nicht Halt machen. Etwas hinter China, fast auf gleichem Niveau, befinden sich Japan und Indien, mit je vier Trillionen Dollar. Auf den Plätzen 5 bzw. 6 befinden sich Deutschland (2,9 Trillionen Dollar) und Russland (2,3 Trillionen Dollar). Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Kanada und Australien hingegen sind in diesem Ranking tief gesunken und wurden bereits von Brasilien, Mexiko und Südkorea übertroffen. Bald werden auch Indonesien und die Türkei Länder wie Frankreich, Italien, Spanien und Kanada überholen!

Zweifellos befindet sich West-Europa in einem wirtschaftlichen Rückschritt. Europaweit gibt es auch einen demographischen Rückschritt zu verzeichnen. Ich befürchte, dass der Westen in etwa einem Jahrzehnt seine Vormachtstellung auf wirtschaftlicher Ebene einbüßen wird. Aus militärischer Sicht, werden die EU-Länder, aber auch Kanada, Australien, Südkorea und Japan sehr schlecht da stehen. Ich glaube, genauso wie viele andere, dass "Europa im Sterben liegt".

Die Bücher von Samuel Huntington und die Berichte des "Club of Rom" haben uns schon vor Jahrzehnten gewarnt, dass man in diese Situation kommen wird. Und über Rumänien, was soll man noch sagen? Kaum etwas Erfreuliches, oder?

Nicolae Taran,
Wirtschaftsanalyst


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