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Freitag, 17. Sep. 2010

(Keine) Roma-Strategie. Kurzkommentar

 


Alternative bei Armut? (Symbolfoto)

Die Auflösung der illegalen Roma-Niederlassungen am Rande französischer Großstädte und die Abschiebung der Roma in ihre Herkunftsländer hält sei Wochen die Titelseiten der Gazetten - nicht nur in Frankreich, sondern auch in Rumänien. Nach Rumänien wurden/werden nämlich die meisten Roma abgeschoben. Viele Roma seien eben Nomaden, relativierte Rumänien Präsident Traian Basescu. Zwischen Rumänien und Frankreich, aber auch zwischen Frankreich und der Europäischen Kommission ist es zuletzt zum Eklat in der Roma-Frage gekommen. Besonders die Abschiebungen haben für Aufsehen gesorgt. Das "Heimkehrergeld" von 300 Euro für jeden ausgewiesenen Roma reicht sicher nicht, um diese in ihrem Heimatland zu halten.

Die Roma bräuchten die Möglichkeit zur Bildung, Arbeitsplätze um sich den Unterhalt zu sichern und müssten die Gesetze im jeweiligen Land einhalten, sagte Traian Basescu als Strategieanweisung für die Romaprobematik. Mit durchschnittlich geringem Bildungsgrad und mit Chancen auf nochmalige Ausreise, wird es in Rumänien mit mehr als 700.000 Arbeitslosen kaum Roma geben, die sich neue Jobs finden oder suchen und die Bildungsplätze - speziell für Roma angeboten - bleiben an Hochschulen meist unbelegt. Und Traian Basescu fasste es im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch so auf: ..."wenn die Roma arbeiten wollen"...

Ob solche "Regieanweisungen" des Präsidenten reichen, um einem heiklen Thema der Roma-Frage beizukommen, bleibt fraglich, auch wenn Basescu weiß, dass in Rumänien eine Million Roma integriert sind. Ob das bei mehr als doppelt so vielen Roma-Bürgern in Rumänien viel oder wenig ist, wurde nicht gesagt. Doch nach wirklicher Strategie für eine Bevölkerungsgruppe, die immer am Rande stand (oder sich auch selbst dahin stellte), sieht es in der hohen Politik längst nicht aus.
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