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Montag, 05. Jul. 2010

Wirtschaftskrise: Stimmen dazu

 
24 Prozent Mehrwertsteuer haben die rumänische Politik, Gesellschaft und Wirtschaft richtig durcheinander gewirbelt. Der fünfprozentige Anstieg der MwSt soll das Haushaltsdefizit auf einem Maximum von 6,8 Prozent des BIP behalten. Ob diese Maßnahme nun wirklich Sinn macht, wird sich erst in einige Monaten zeigen. Was heute schon Unternehmer und Experten dazu sagen:

Niels Schenker, Finanzberater: sagt, dass nur etwa zwei Monate lang der Haushalt von der neuen Situation profitieren kann. "Danach hat der Staat nicht mehr was zu holen".

Peter Hochmuth, Präsident des Deutschsprachigen Wirtschaftsklubs im Banat: Normalerweise müssten Firmen, die nicht direkt Endverbraucher sind, bei gutem Management auch diese Krisensituation schaffen, denn für diese ist "die MwSt nur soviel wie als durchlaufende Kosten zu werten". Rein theoretisch ist es jedoch nur so, sagt Hochmuth, "denn der rumänischen Staat tut sich ja schwer mit der Rückerstattung der MwSt".

Dragos Frumosu, Vorsitzender der Gewerkschaft in der Lebensmittelindustrie: Der Lebensmittelmarkt wird um bis zu 40 Prozent eingehen und in der Fleischverarbeitungsindustrie rechnen die Unternehmer damit, dass 25 Prozent der Firmen den Schock gehobener MwSt nicht überleben und schließen werden.

Adrian Vasilescu, Beirat des Notenbankchefs, ist der Meinung, dass theoretisch die Inflation in Rumänien auf 10-12 Prozent ansteigen wird. Die Verteuerung der Waren um 5 Prozent wird zu einer zehnprozentigen Inflation führen, - "weitere zwei Prozent kommen wegen der Panik der Bevölkerung aber auch durch die Habgier der Händler dazu". Er schwächt aber ab: "Es besteht die Möglichkeit, dass die Inflation nicht in dem Maße zunimmt, doch komplett umgehen kann man dieses Phänomen nicht".

Nicolae Taran, Wirtschaftsanalytiker: "Die KMU kommen eventuell leichter aus der Krise, denn sie können flexibler sein. Der Anstieg der MwSt wird vor allem die Malls stark treffen".
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